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Clarent mit einer Reihe von Hiobsbotschaften

28.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische IP-Telefonie-Ausrüster Clarent gab die Entlassung von 350 Mitarbeitern oder 50 Prozent seiner Belegschaft bekannt und senkte die Umsatzprognose für das dritte Fiskalquartal. Ferner wurden zwei Führungskräfte des Unternehmens gefeuert, einige weitere Manager reichten ihren Rücktritt ein.

Clarent entließ Matthew Chiang, President für die asiatisch-pazifische Region, und Kevin Chang, General Manager für das nordasiatische Geschäft. Der Chefstratege Jerry Chang trat aus eigenen Stücken zurück. Clarent hatte die drei Manager bereits Anfang September aufgrund der jüngsten Bilanzunregelmäßigkeiten beurlaubt. Das in Redwood City ansässige Unternehmen hatte seinen Umsatz im ersten Fiskalhalbjahr 2001, das am 30. Juni endete, als zu hoch ausgewiesen. Daraufhin wurde die Clarent-Aktie am 31. August bei einem Kurs von 5,37 Dollar vom Handel an der Nasdaq ausgesetzt.

Im Rahmen der jüngsten Entlassungen wird auch der Chief Marketing Officer Steven D´Alencon das Unternehmen verlassen. Peter Bohacek, Senior Vice President of Business Development and Product Marketing, verlässt die Company aus freien Stücken. Erst im Juli 2001 hatte Clarent 27 Prozent der Belegschaft entlassen, im Mai waren zehn Prozent der Mitarbeiter auf die Straße gesetzt worden.

Im dritten Fiskalquartal rechnet der IP-Telefonie-Spezialist nun mit Einnahmen von 17 bis 18 Millionen Dollar. Zuvor war Clarent von einem Umsatz von 40 bis 43 Millionen Dollar ausgegangen. Analysten hatten nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial 40,5 Millionen Dollar prognostiziert.