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Ciscos Aktienrückkauf soll US-Markt stützen

14.09.2001
"Wir haben großes Vertrauen in die Finanzsysteme unseres Landes, in unsere Industrie und in unsere marktführende Position", kommentierte Cisco-Chef John Chambers das jüngste Aktienrückkaufprogramm des Unternehmens.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Netzwerkausrüster Cisco Systems will eigene Aktien im Wert von bis zu drei Milliarden Dollar zurückkaufen. Der Verwaltungsrat stimmte diesem Schritt zu, der offiziellen Angaben zufolge dazu dienen soll, die durch den Terror verunsicherten Finanzmärkte zu beruhigen. "Wir haben großes Vertrauen in die Finanzsysteme unseres Landes, in unsere Industrie und in unsere marktführende Position", erklärte Cisco-Chef John Chambers. Auch IBM hatte während der asiatischen Finanzkrise vor vier Jahren mit einem Aktienrückkaufprogramm die New Yorker Börse zu stützen versucht: Der Dow Jones war daraufhin an einem Tag um 337 Punkte nach oben geschnellt.

Im allgemeinen dienen Aktienrückkäufe jedoch vor allem dazu, das Vertrauen der Anleger zu festigen. Man dokumentiert, dass man an eine stabile Entwicklung des eigenen Papiers glaubt und die Aktionäre nicht im Stich lassen wird. Außerdem nutzen Firmen günstige Einstiegskurse, um ihren eigenen Unternehmensanteil zu erhöhen - auch um genügend Aktien für Akquisitionen zu besitzen.