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Cisco verliert Router-Chef Mike Volpi

08.02.2007
Mike Volpi (40), der zuletzt Ciscos Router- und Service-Provider-Geschäft verantwortet hatte, verlässt den Netzausrüster nach 13 Jahren.

Volpi war zusammen mit Chief Development Office Charlie Giancarlo (49) als möglicher Nachfolger von Konzernchef John Chambers (56) gehandelt worden. Nun hat er sich offenbar anders überlegt. Mit einem Job will er sich laut "Wall Street Journal" ein wenig Zeit lassen und nicht zu einem Wettbewerber wechseln. Vorstellen könnte sich Volpi etwas in Richtung Online Social Networking oder Alternative Energien. Er habe "ein persönliches Bedürfnis verspürt, etwas ein wenig anderes zu probieren", begründete Volpi in einer Telefonkonferenz seine Entscheidung.

Die Aufsicht über die Service-Provider-Sparte fällt nun - zusammen mit Scientific-Atlanta (Settop-Boxen) und dem Access-Technology-Geschäft - an Giancarlo, an den Volpi schon zuvor berichtet hatte. Die Rolle des Entwicklungschefs wird damit wohl noch aufgewertet.

Chambers hat bislang noch keine Nummer 2 für Cisco ernannt. Beobachter waren davon ausgegangen, er würde einen President benennen, als er diesen Posten selbst aufgab, um John Morgridge als Chairman nachzufolgen. Noch aber ist der Posten vakant, und Chambers will erklärtermaßen noch lange bei Cisco bleiben. (tc)