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Cisco und EDS stehen vor Groß-Deal mit General Motors

11.01.2006
Der Automobilhersteller ordert demnächst angeblich Implementierungs- und Betriebsdienste im Wert von insgesamt 15 Milliarden Dollar.

So steht es zumindest in einem Bericht des Finanzanalysten Tai Liani von Merill Lynch. Demzufolge zufolge plant General Motors ein IP-Netz auf Basis von Cisco-Lösungen, mit der Integration und dem Betrieb will der Konzern die ehemalige IT-Tochter EDS beauftragen.

Der Auftrag würde die IP-basierende Sprachkommunikation umfassen, das derzeit genutzte Datennetz soll auf eine einheitliche Cisco-Plattform migriert werden. Allein für die IP-Sprachkommunikation veranschlagt der Merrill-Lynch-Analyst ein großes Auftragsvolumen. Seine Kalkulation: General Motors (GM) beschäftigt in den USA rund 200 000 Mitarbeiter. Bekommt jeder ein IP-Telefon für rund 200 Dollar, beläuft sich das Auftragsvolumen allein für die Endgeräte auf 40 Millionen Dollar. Zudem könne Cisco auf Einnahmen für Switches, Router, IP-PBX-Geräte und anderem Equipment hoffen. Der Betreibervertrag mit EDS soll eine Laufzeit von fünf Jahren umfassen.

Auch der vom Autobauer angekündigte Abbau von 30 000 Stellen wird das Vorhaben offenbar nicht stoppen: "GM und die Systemintegratoren haben in den vergangenen 18 bis 24 Monaten an dem Deal gearbeitet und die Bereitschaft, das Projekt zu stoppen, ist sehr gering", heißt es in dem Bericht. "Allerdings sind Kürzungen beim Auftragsvolumen möglich." Cisco kommentierte den Bericht nicht. (jha)