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Cisco macht ordentlich Gewinn, erwartet aber weniger Umsatz

07.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Netzausrüster Cisco Systems hat gestern Zahlen zum ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Diese fielen zwar durchaus erfreulich aus, der Ausblick auf die kurzfristige Geschäftsentwicklung allerdings weniger. Im Ende Oktober abgeschlossenen Dreimonatszeitraum verdiente Cisco netto 618 Millionen Dollar oder acht Cent pro Aktie im Vergleich zu einem Fehlbetrag von 268 Millionen Dollar oder vier Cent je Anteilschein im Vorjahresquartal. Eingerechnet ins aktuelle Resultat ist eine Abschreibung von 412 Millionen Dollar auf das Beteiligungsportfolio des Unternehmens.

Der Quartalsumsatz lag mit 4,85 Milliarden Dollar zwar um neun Prozent über dem des Vorjahreszeitraums - in diesen fielen allerdings auch die Terroranschläge vom 11. September. Gegenüber den drei folgenden Vierteljahren bedeuten die aktuellen Einnahmen mehr oder weniger Stagnation. Trotz der schwachen Umsätze generierte Cisco im operativen Geschäft nach eigenen Angaben 1,1 Milliarden Dollar Cash. Der Cash Flow war allerdings leicht rückläufig, weil das Unternehmen 400 Millionen Boni und 350 Millionen Steuern zahlte. Die Bruttomarge steigerte Cisco auf den mit 69 Prozent höchsten Wert der Firmengeschichte

Im laufenden zweiten Quartal könnte der Umsatz gegenüber dem ersten nochmals um vier Prozent sinken, warnte Cisco angesichts der anhaltenden Investitionszurückhaltung seiner Geschäftskunden. "Langfristig sind wir sehr optimistisch, aber zunächst gibt es eine Menge Stolpersteine", erklärte CEO (Chief Executive Officer) John Chambers im Rahmen einer Telefonkonferenz.

Die Zahlen veröffentlichte Cisco nachbörslich. Zum Fixing hatte die Aktie des Unternehmens 27 Cent stärker bei 12,96 Dollar geschlossen; im nachbörslichen Handel fiel sie wieder geringfügig auf 12,74 Dollar. (tc)