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CIOs wollen mehr in IT investieren

04.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer aktuellen Umfrage des US-Schwesterblatts CIO Magazine zufolge wollen die IT-Vorstände wieder investieren. Die 215 in den USA befragten Chief Information Officers (CIOs) gehen davon aus, ihre Ausgaben in den nächsten zwölf Monaten im Schnitt um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Im Februar waren die Studienteilnehmer nur von einem durchschnittlichen Zuwachs um 5,9 Prozent ausgegangen. In den drei Monaten davor hatten sie ihre Budgeterwartungen sogar gesenkt.

Der neue Wert entspricht der Entwicklung der Ausgaben in den vergangenen Monaten, erklärt Gary Beach, Verleger des CIO Magazine. So sei etwa das Interesse an Infrastruktursoftware deutlich gestiegen. Insgesamt werden die Aufgaben für IT-Verantwortliche laut Beach immer komplizierter: Bei vergleichsweise geringem Zuwachs an Mitteln müssten sie wesentlich mehr Projekte angehen als früher. Laut Umfrage haben 85 Prozent der IT-Verantwortlichen derzeit einen Nachholbedarf im Bereich Anwendungen, 60 Prozent sprechen sogar von einem deutlichen Rückstand. Gleichzeitig erklären sie, dass sie die überfälligen Investitionen noch im laufenden Jahr in ihr Budget aufnehmen müssen, da ihnen sonst vielleicht die erforderlichen Mittel fehlten. Am stärksten von dem Problem betroffen sind augenscheinlich CIOs in Unternehmen mit 5000 oder mehr Angestellten. Von ihnen gaben 94 Prozent in der Umfrage an, dass ein Nachholbedarf bei Applikationen bestehe, so Beach. 81 Prozent bezeichneten den Rückstand sogar als "signifikant".

Daneben werden die Investitionen in die Bereiche Outsourcing und Computer-Hardware ansteigen: Der Anteil der IT-Vorstände, die auslagern wollen, stieg gegenüber dem Vormonat Februar von 26 auf 31 Prozent. Anstatt 49 beabsichtigen nun 53 Prozent der IT-Entscheider zusätzliche Hardware zu kaufen. (mb)