CIO-Strategietalk: Aktuelle IT-Trends

CIOs reden über Wolken, Schatten und Ibiza

26.04.2021
Anzeige  Fujitsu lädt zum Tee und plaudert mit drei erfahrenen CIOs über neue Trends und alte Probleme in der IT: von der abnehmenden Bedeutung der Infrastruktur bis zum zukünftigen dritten Arbeitsort auf Ibiza – Ergebnisse eines Spätnachmittag-Talks.
Fujitsu lädt zum CIO-Strategietalk ein.
Fujitsu lädt zum CIO-Strategietalk ein.
Foto: Fujitsu

Bad Rappenau, 25. März 2021 - Es ist Punkt 17 Uhr und im stylischen Hotel Saline 1822 beginnt am Kaminfeuer der CIO-Strategietalk "It's TEAm time", eine exklusive Tee-Runde mit den Fujitsu-Managern Steffen Müter (Head of Service Central & Eastern Europe) und Dr. Christof Benecke (Head of Service Portfolio & Strategy). Zugeschaltet sind Michael Buvac, Head of IT-Operations der Zeiss AG, Georg Kästle, CIO der Wieland-Gruppe und Christian Hoppe, Leiter IT Management bei der EEW GmbH, sowie eine zahlreiche Online-Gemeinde. Es ist eine echte Teestunde für alle, denn wer sich frühzeitig angemeldet hat, bekam drei verschiedene Sorten nach Hause geschickt, die im Laufe des Abends unter der professionellen Anleitung von Tee-Expertin Elke Werner zubereitet und verkostet werden.

IT nur noch als Service

Das Thema des Spätnachmittag-Events lautet "IT wird zum Service". Und der bekannte Technologie-Event-Moderator Martin Puscher beginnt gleich mit einer provozierenden Frage: "Es heißt, die Zukunft der IT wird sich nur noch um Services ranken - ist das wirklich so?" Steffen Müter räumt zwar ein, dass Services immer bedeutender werden, doch weiter will er nicht gehen: "Man darf nicht vergessen, dass Hardware und Infrastruktur nötig sind, damit Services überhaupt erbracht werden können."

"Nicht mal eben in die Cloud!"

Bei dem Wort IT-Services denkt man sofort an Cloud Computing, das immer stärker genutzt wird. Doch das hat auch seine Tücken. "Der Weg in die Cloud muss vernünftig vorbereitet und gemanagt werden, das kann man nicht mal eben nebenbei machen", warnt er vor allzu schnellen Ergebnissen. Vor allem die zunehmende Komplexität bei den neuen Formen von Hybrid- und Multi-Cloud sei das große Sorgenthema der CIOs. "Laut einer KPMG-Untersuchung haben mehr als zwei Drittel der Unternehmen Probleme mit der Cloud-Integration", sagt Puscher. Müter stimmt dem zu: "Technisch ist der Weg in die Cloud einfach, aber das ganze Drumherum, also die Anwendungen, die Business-Prozesse, die Daten, die Security und vieles mehr muss zuvor überprüft und gegebenenfalls angepasst werden", lautet sein eindringlicher Appell.

Fujitsu Service Hub: Weniger Komplexität

Ein besonders wichtiges Tool zur Reduktion der IT-Komplexität ist Fujitsus Service Hub. Dabei handelt es sich um eine Service-Plattform für viele Cloud-Dienste. Dr. Christof Benecke erläutert die Funktionsweise: "Der Service Hub bietet die Möglichkeit, die Angebote vieler Cloud Provider mit einem One-Stop-Shopping zu nutzen und zwischen ihnen zu wechseln. Der Kunde wählt einfach den gewünschten Service aus - und wir übernehmen das erforderliche Service-Management. Hierbei setzen wir auf Industriestandards, sodass kein Vendor-Lock-in entsteht", ist seine Kurzbeschreibung. Inzwischen hat Elke Werner den ersten Tee zubereitet. Es gibt "Kirishima Miumori Asanomi Kabusecha Bio", ein grüner Tee, den sie selbst aus Japan direkt vom Teebauer importiert.

"Schatten-IT wird zum Normalfall"

Nach der entspannenden ersten Tasse widmet sich die Runde wieder den IT-Themen. Puscher legt den Finger in eine klaffende Wunde: "Wie schaut es denn mit der wachsenden Schatten-IT aus?", fragt er die Fujitsu-Manager. Müter nimmt das ganz gelassen: "Der Service-Hub schafft Transparenz und verbindet damit die Vorteile aus beiden Welten, nämlich die direkte IT-Agilität der Fachbereiche mit dem Monitoring- und der Compliance-Verantwortung der IT", pariert er die Frage.

Fujitsu lädt zum Tee und plaudert mit drei erfahrenen CIOs über neue Trends und alte Probleme in der IT.
Fujitsu lädt zum Tee und plaudert mit drei erfahrenen CIOs über neue Trends und alte Probleme in der IT.
Foto: Fujitsu

Georg Kästle hat seine eigene Meinung zu diesem Thema. "Die Schatten-IT wird zum Normalfall", ist seine feste Überzeugung. "Ich habe sie zwanzig Jahre lang bekämpft, doch wir müssen umdenken. Wir müssen das Knowhow in den Fachbereichen unmittelbar und proaktiv nutzen", gibt er den CIOs als Ratschlag mit auf den Weg.

Von der Cloud zur Wetterkarte

Auch für die Strukturierung der komplexen Cloud-Welten hat Kästle eine einprägsame Lösung zur Hand. Dafür hat er die Metapher der "Cloud" als IT-Infrastruktur weiter ausgebaut. "Wir haben es ja nicht nur mit einer Wolke, sondern mit einer ganzen Großwetterlage zu tun", führt er hierzu aus. Wichtig ist es, zu wissen, welche Wolken schon im Haus sind und welche gerade am Himmel aufziehen. "Wie die Hochs und Tiefs beim Wetter, so lässt sich auch beim Cloud Computing eine Isobarenkarte erstellen", sagt er über diese Methode. Beispielsweise hat er das SAP-Ökosystem analysiert und festgestellt, dass es aus mehr als 40 "Wolken" besteht. "Nimmt man jetzt noch die anderen Wolken hinzu, ergibt sich eine ziemlich komplexe Isobarenkarte", weiß er zu berichten.

Der dritte Arbeitsort

Und wie sieht er die Zukunft der IT und die Arbeitsbedingungen nach der Pandemie? "Wir werden das 'Arbeiten an einem dritten Ort' als Standard einführen", prophezeit er. Damit meint er, dass wir neben dem Büro und dem Homeoffice noch einen dritten Arbeitsort zum Standard machen werden. "Warum soll man nicht im Winter von Ibiza aus arbeiten, oder an einem anderen Platz, an dem man sich wohl fühlt und produktiver sein kann?"

Kommunikation auf Augenhöhe

Christian Hoppe spricht in seinem Diskussionsbeitrag das zunehmende Managementproblem im Umgang mit Lieferanten an. "Die Zeiten von 'Herr und Knecht' beim Umgang mit den Providern ist vorbei", lautet seine Überzeugung, die er damit begründet, dass die Herausforderungen immer komplexer und chaotischer werden. "Die Probleme der Zukunft lassen sich nur lösen, wenn man mit allen Beteiligten auf Augenhöhe kommuniziert", erläutert er seine Strategie, mit der er vor allem ein langfristiges Vertrauen aufbauen will. Michael Buvac sieht hier aber noch Defizite. "Von unseren Service-Anbietern verlangen wir heute, dass sie sich Gedanken darüber machen, wie ihre Services bei uns und unseren Kunden in die bestehenden Technologien und Business-Strukturen eingebunden werden können. Das aber bedeutet auf deren Seite ein völlig neues Mindset, das nur selten vorhanden ist - und das auch nicht über Nacht aufgebaut werden kann."

Der CIO als Ressourcen-Manager

Müter und Benecke geben ihre Einschätzungen über die Zukunft der IT ab und plaudern über die Pläne des Fujitsu Service Hub. "Der Service Hub übernimmt mehr und mehr die zentrale Rolle, die Nutzung von Services wird omnipräsent", lautet die Prognose von Benecke. Das könnte seiner Ansicht nach dazu führen, dass der CIO sich vom Technologie-Manager zu einem Ressourcen-Manager wandelt. "Der CIO wird nur noch die Ressourcen für die Mitarbeiter bereitstellen", ist seine Schlussfolgerung.

Eine umfangreichere Service Hub Nutzung wird aber auch auf die Weiterentwicklung der Plattform zurückwirken. "Wir denken beispielsweise an eine Service-Bewertung mit bis zu fünf Sternen, so wie man es auch bei vielen anderen Online-Produkten und -Dienstleistungen kennt".

Zum Ausklang des Abends gibt es noch eine besondere japanische Teesorte: Kirishima Miumori Koucha Bio - eine der wenigen schwarzen Teesorten aus dem Land der aufgehenden Sonne.

Der gesamte Strategietalk mit weiteren nützlichen Informationen und Tipps aus der Praxis kann hier abgerufen werden.

Einen ausführlichen Guide zum Fujitsu Service Hub finden Sie hier.