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Cingular vergibt Milliarden-Aufträge an Ericsson, Nokia und Siemens

04.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Carrier Cingular Wireless will sein Mobilfunknetzwerk für rund 3,5 Milliarden Dollar umrüsten. Zunächst will der zweitgrößte US-Mobilfunkanbieter sein TDMA-Netz (Time Division Multiple Access) durch ein GPRS-Network (General Packet Radio Service) ersetzen. In einem zweiten Schritt soll ein UMTS-Netz eingerichtet werden. Das entsprechende Equipment liefern dabei drei europäische Unternehmen. Der schwedische Hersteller Ericsson versorgt Cingular in den kommenden drei Jahren mit Hochgeschwindigkeits-Netzwerkausrüstung im Wert von zwei Milliarden Dollar. Das finnische Unternehmen Nokia steuert Netzinfrastruktur für eine Milliarde Dollar bei, die bereits Anfang 2002 geliefert werden soll. Last but not least, bezieht Cingular weiteres Equipment sowie Mobiltelefone von Siemens. Der Auftragswert an den Münchner Elektronikkonzern beträgt mehr als 500 Millionen Dollar. Hierbei handelt es sich nach Angaben von Siemens um den ersten großen Deal mit einem US-Carrier.

Noch im Oktober hatte Cingular angekündigt, die Umrüstung seines Netzwerks würde rund drei Milliarden Dollar kosten. Zu den Mehrkosten von über 500 Millionen Dollar wollte sich das Unternehmen nicht äußern. (ka)