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Chipfoundry SMIC weitet Fertigungsvolumen aus

07.09.2004

Der größte chinesische Chipauftragsfertiger Semiconductor Manufacturing International Corp. (SMIC) plant, seine Produktionskapazitäten zu verdoppeln. Presseberichten zufolge will das in Shanghai ansässige (aber im Steuerparadies Cayman Islands registrierte) Unternehmen, zu Ende dieses Jahres bis zu 125.000 Silizium-Wafer pro Monat herstellen können. Ein Jahr später soll das monatliche Fertigungsvolumen auf rund 185.000 Wafer klettern – mehr als doppelt so viele wie aktuell. Die Nachfrage sei so hoch, dass die Foundry auch mit der angestrebten Kapazität für den Rest des Jahres ausgebucht sei, zitiert die Nachrichtenagentur "Bloomberg" SMIC-Chairman Richard Chang. Im laufenden dritten Quartal rechnet das Management, dass der Wafer-Absatz gegenüber dem vorangegangenen Dreimonatszeitraum um 23 bis 27 Prozent ansteigt. Die Auslastung betrage dabei weiterhin fast 100 Prozent.

SMIC ist im ersten Halbjahr 2004 mit einem Nettoprofit in Höhe von 42,8 Millionen (US-)Dollar wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 68,6 Millionen Dollar angefallen war. Der Umsatz der Chinesen kletterte dabei von 113,6 Millionen auf 407,9 Millionen Dollar, angetrieben von der gestiegenen Produktionskapazität und höheren Preisen. Marktbeobachter rechnen damit, dass SMIC noch in diesem Jahr den Wettbewerber Chartered Semiconductor Manufacturing überholt und zum weltweit drittgrößten Chipauftragsfertiger aufsteigt. (mb)