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Chip-Foundries legen Patentrechtstreit bei

31.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der größte chinesische Chip-Auftragsfertiger Semiconductor Manufacturing International Corp. (SMIC) hat einen Rechtstreit mit dem Weltmarktführer Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) außergerichtlich beigelegt. Im Rahmen der Einigung wird SMIC in den kommenden sechs Jahren insgesamt 175 Millionen Dollar an TSMC zahlen. Außerdem vereinbarten die beiden Unternehmen ihre Patente bis Dezember 2010 gegenseitig unter Lizenz zu nehmen.

Mit der Einigung endet ein fast dreijähriger Rechtsstreit der beiden Chip-Foundries. Im März 2002 hatte TSMC eine ehemalige Mitarbeiterin vor einem taiwanischen Gericht verklagt, weil sie angeblich Geschäftsgeheimnisse an SMIC verraten hatte. Im Dezember 2003 folgte dann eine Anzeige in den USA gegen SMIC wegen Patentverletzung und des Diebstahls von Handelsinterna, im August 2004 brachten die Taiwaner eine entsprechende Klage bei der Internationalen Handelskommission vor. (mb)