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Chinesisches Konsortium entscheidet sich für Suns Linux-Desktop

19.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die China Standard Software Co. (CSSC), ein Konsortium chinesischer Hightech-Unternehmen, hat sich für das "Java Desktop System" von Sun als Basis für die Entwicklung einer standardisierten Desktop-Software für die Volksrepublik China entschieden (vorbehaltlich der Exportgenehmigung der US-Regierung). Sun hilft dabei als Preferred Technology Partner. CSSC wird seine Lösung unter eigenem Namen vermarkten. Der neue Desktop wird ein echtes Massenprodukt: Insgesamt sollen bis zu 200 Millionen Rechner damit bestückt werden. Die Zusammenarbeit startet Ende dieses Jahres, anfänglich geht es um die Installation von 500.000 bis einer Million Seats pro Jahr.

Suns im Rahmen von Scott McNealys Comdex-Keynote erschienene diesbezügliche Pressemitteilung schweigt sich vornehm dazu aus, ob und gegebenenfalls wie viel die Chinesen für die Software zahlen oder nicht. Das Java Desktop System basiert auf Suse Linux und enthält darüber hinaus Produktivitäts-Tools wie StarOffice, Mozilla und Evolution. Standalone verkauft Sun das Paket für 100 Dollar pro PC, in Kombination mit dem Server-Pendant Java Enterprise System für 50 Dollar pro Unternehmensmitarbeiter. (tc)