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Chinesischer Online-Buchladen macht dicht

03.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der in Hongkong ansässige Online-Buchladen Chinese Books Cyberstore ist das erste prominente Opfer des Dotcom-Sterbens in Ostasien. Nachdem eine zusätzliche Finanzierungsrunde gescheitert war, musste der größte Internet-Buchhändler für chinesische Bücher die Liquidation einleiten. Vor wenigen Tagen erst hatte das vormals florierende chinesische Web-Portal Tom.com angekündigt, 16 Prozent seiner Angestellten wegen einer notwendigen Kostenreduzierung und einer Umorientierung in der Geschäftsstrategie zu entlassen. Das Online-Business in Asien sieht sich nach wie vor mit den strukturellen Hindernissen der Region konfrontiert, wodurch Investitionen erst langfristig einen Gewinn versprechen: Nur ein geringer Prozentsatz in der Bevölkerung besitzt einen Internet-Zugang, die meisten dieser Anwender sind zudem nur vergleichsweise wenige Stunden in der Woche online.