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USA ist selbst Hacker-Schmiede

China bestreitet Beteiligung an Attacke auf Google

25.01.2010
Von pte pte
Rund zwei Wochen nach Googles Ankündigung, sein China-Engagement wegen Hacker-Angriffen zu überprüfen, hat die chinesische Regierung sich erstmals entschieden gegen die Vorwürfe gewehrt.

"Anschuldigungen, dass die chinesische Regierung direkt oder indirekt an Cyber-Attacken beteiligt war, entbehren jeglicher Grundlage und zielen darauf ab, Chinas Ansehen zu beschädigen", wird ein Sprecher des Ministeriums für Industrie und IT von der chinesischen Nachrichtenagentur "Xinhua" zitiert.

Der Regierungssprecher bezeichnete darüber hinaus die viel kritisierten Regulierungsmaßnahmen im Web als notwendig und in den Gesetzen des Landes verankert. Die öffentlich von Google und den USA geäußerte Kritik sei eine "Einmischung in Chinas Staatsangelegenheiten", so der Sprecher. Schützenhilfe leistete auch ein regierungsnaher Sicherheitssprecher, der mehr als 16 Prozent aller Hacker-Angriffe auf chinesische Computer auf Botnetz-Computer in den USA zurückführte. Google habe die verantwortlichen Stellen zudem bis heute nicht über die genauen Umstände der Vorfälle informiert, kritisierte der staatliche Security-Verantwortliche.

Während Google die Hacking-Angriffe auf das eigene Unternehmen und einige User-Accounts nicht explizit chinesischen Regierungsstellen in die Schuhe schob, fand US-Außenministerin Hillary Clinton in einer Grundsatzrede zur Freiheit des Internets vergangenen Donnerstag deutlichere Worte. Das Löschen von Wörtern, Namen und Phrasen von Suchmaschinen-Resultaten stelle eine Verletzung der Menschenrechte dar, so Clinton, die derart vorgehende Regierungen mit Diktaturen verglich.

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