Google Chrome

Chat-Popups unterbinden

09.08.2019
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Etliche Websites implementieren eine Chat-Funktionalität, besonders wenn es auf den Seiten darum geht, Services oder Produkte anzubieten. Mitunter ist dies zwar hilfreich, etwa um mit dem Helpdesk Kontakt aufzunehmen, viele User fühlen sich dadurch aber eher genervt.

Kostenlose Erweiterung

Diese Popups können nicht nur ablenken, sondern sogar wichtige Inhalte auf der Seite verdecken. Die Extension Hello, Goodbye verspricht Abhilfe und steht kostenlos im Chrome Web Store zur Verfügung.

So kommen sie zur Lösung

Den Store erreichen Sie auf der Übersichtsseite mit den Erweiterungen. Klicken Sie dazu zunächst auf die drei Punkte oben rechts im Browser. Dann wählen Sie nacheinander die Optionen Weitere Tools und Erweiterungen aus. Klicken Sie nun links auf das Hamburger-Menü (zu erkennen an den drei waagerechten Strichen) und folgen unten dem Link Chrome Web Store öffnen. Im Store können Sie anschließend nach der Erweiterung suchen und sie mit wenigen Klicks hinzufügen.

So funktioniert sie

Hello, Goodbye verankert sich mit seinem achteckigen roten Icon rechts neben der URL-Zeile. Sobald die Extension ein Element auf einer Seite blockiert, erscheint auf dem Icon der Schriftzug HELP. Klicken Sie dann auf das Symbol, erhalten Sie zwar keine Details, was genau geblockt wurde, können aber immerhin die Erweiterung per Disable-Button einfach deaktivieren.

Für Fortgeschrittene

Für alle, die sich mit dieser spartanischen Ausstattung nicht anfreunden können oder mehr Flexibilität wünschen, bietet sich eine separate Filterliste an. Sie steht auf der Github-Seite des Programmautors als filterlist.txt über den Link Filter list for ad blockers zur Verfügung.

Option eins

Sie können die Liste auf zwei Arten nutzen. Erstens, indem Sie deren Link-Adresse kopieren und in einer Erweiterung wie uBlock Origin direkt einbinden. Dazu öffnen Sie die Einstellungen des Ad-Blockers und klicken auf den Tab Filterlisten. Im Abschnitt Benutzerdefiniert setzen Sie ein Häkchen vor Importieren, fügen die kopierte URL ein und bestätigen mit dem Button Änderungen anwenden.

Option zwei

Die zweite Möglichkeit besteht darin, die filterlist.txt herunterzuladen. Anschließend können Sie die Datei mit einem beliebigen Text-Editor bearbeiten. Die Syntax folgt dabei den Vorgaben von Adblock (Plus), sodass sich recht einfach eigene Einträge ergänzen lassen.

Um die modifizierte Liste lokal nutzen zu können, müssen Sie in Google Chrome auf der Erweiterungen-Seite die Details von uBlock Origin aufrufen. Dann aktivieren Sie den Schalter Zugriff auf Datei-URLs zulassen. Wechseln Sie nun zurück zum Dashboard des Ad-Blockers und aktivieren erneut die Importieren-Checkbox. Statt der URL wie zuvor tragen Sie nun den lokalen Pfad ein. Befindet sich die Filterliste zum Beispiel unter C:\Benutzer\TR\Downloads\filterlist.txt, geben Sie Folgendes ein: file:///C:/Users/TR/Downloads/filterlist.txt. Zum Schluss noch auf Änderungen anwenden klicken - fertig.

Keine Cloud

Wer stattdessen die Filterliste in die Cloud hochlädt, etwa zu Google Drive oder Microsoft OneDrive, um sie von dort per Freigabe-Link einzubinden, dürfte scheitern. Ganz gleich, welchen File Hoster wir in unserem kurzen Test wählten, stets meldete uBlock Origin wie Adblock Plus einen Netzwerkfehler beziehungsweise eine ungültige Filterliste.