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CeBIT: Mit Bluetooth und E-Services will HP die IT-Welt verändern

22.03.2001

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Unter dem Motto "Transform Life" präsentierte Hewlett-Packard (HP) eine ganze Palette Bluetooth-fähiger Systeme und Erweiterungen für bestehende Produkte. Internet-fähige Informationsgeräte und über das Web abrufbare IT-Dienste sollen Unternehmen den Weg zum Service Centric Computing ebnen.

Einmal mehr verkündete Unternehmenschefin Carleton Fiorina die auf das Internet ausgerichtete Strategie von HP. Drei Säulen bilden nach ihrer Vorstellung das Fundament der künftigen IT-Welt: einfache Informationsgeräte mit Internet-Anbindung, "E-Services", die elektronische Dienste wie Applikationen über das Web bereitstellen, und eine stets verfügbare Internet-Infrastruktur aus Servern, Software und Netzkomponenten. Im Zeitalter des Service Centric Computing ersetzten Unternehmen Client-Server-Systeme durch eine Web-basierte Informationsverarbeitung; Anwender würden künftig einzelne Funktionen und Applikationen sowie herkömmliche Services über das Netz beziehen, statt sie selbst vorzuhalten, so die Vision. Zur dazu benötigten "Always on Internet Infrastructure" hatte der Hersteller allerdings wenig Neues zu sagen.

Im Vordergrund der CeBIT-Präsentation standen mobile und stationäre Endgeräte mit drahtlosen Verbindungen zu anderen Systemen. So rüstet HP etwa den neuen Tintenstrahldrucker "HP Deskjet 995C" mit einer Bluetooth-Schnittstelle aus. Besitzer Bluetooth-fähiger Rechner können aus bis zu zehn Metern Entfernung ohne Kabelverbindung auf den Printer zugreifen.

Für die mobilen Tintenstrahler der Baureihe "HP Deskjet 350C/Cbi" sowie für Notebooks unter Windows 98 oder Windows 2000 bietet HP ebenfalls Bluetooth-Module an. Daneben entwickelt der Hersteller gemeinsam mit der Firma MPI Tech Bluetooth-Zubehör für die Tintendrucker der Serien "HP Deskjet 900C" und für die Lasermodelle der Familien "HP Laserjet 1000", "2000" und "4000". Für die Pocket-PCs aus der "Jornada"-Serie offerieren die Kalifornier künftig ein Bluetooth-Modul in Form einer Compact-Flash-Karte.

Zu den wenigen technischen Highlights im HP-Portfolio gehört eine kleine digitale Kamera, die sich in den Compact-Flash-Slot der Bonsai-Rechner einklicken lässt. Bernard Meric, verantwortlich für das europäische Consumer-Geschäft, zeigte das Steckmodul während der Präsentation der jüngsten PDA-Modelle "HP Jornada 525" und "HP Jornada 710". Anwender können damit auf einfache Weise Bilder in Fotoqualität schießen, speichern und über den PDA als E-Mail-Anhang verschicken. Auch beim Thema Konvergenz will HP nicht zurückstehen. Mit dem "Jornada Mobile Phone", das gegenwärtig nur als Prototyp zu sehen ist, sollen sich die Westentaschen-PCs künftig auch als Mobiltelefon nutzen lassen.