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CeBIT: IT-Gehälter wachsen nur moderat

15.03.2002

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Die kritische Stimmung am IT-Arbeitsmarkt schlägt sich auch auf die Gehälter nieder. Laut der neuen Gehaltsstudie der IG Metall können nur noch besonders gefragte Spezialisten auf kräftige Zuwächse hoffen. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler Unternehmen der Informationstechnologie bescheren den Gewerkschaften regen Zulauf. Nach Meinung der IG Metall ist die Pleitewelle noch nicht zu Ende.

"Die Zeiten exorbitanten Wachstums sind vorbei", so Jürgen Peters, zweiter Vorsitzender der Gewerkschaft. Der Branchenverband Bitkom fordert eine Lockerung der Kündigungsschutzbestimmungen, damit Firmen Personal schneller entlassen können, doch die Gewerkschaft wies solche Forderungen zurück.

Tarifverträge sind in der Branche selten, da viele Unternehmen nicht dem Arbeitgeberverband angehören und tariffrei agieren. Nach Einschätzung der Gewerkschaft beschäftigt die Branche 820.000 bis 850.000 Mitarbeiter. Rechnet man die in Anwenderfirmen tätigen IT-Experten hinzu, summiere sich die Zahl der Beschäftigten auf 1,6 Millionen.

Für die neue Gehaltsstudie der IG Metall wurden 20 000 Beschäftigte großer und mittelständischer IT-Unternehmen befragt. Zwar werde nach wie vor sehr unterschiedlich bezahlt, doch insgesamt stiegen die Gehälter höchstens um zwei bis 2,5 Prozent an. 30-prozentige Aufschläge bei einem Jobwechsel gehörten der Vergangenheit an. (iw)