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CE Consumer Electronic senkt Erwartungen

01.10.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auch die Münchner CE Consumer Electronic AG sieht sich aufgrund der jüngsten US-Terroranschläge gezwungen, ihre Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach unten zu korrigieren. Der Chip-Broker erklärte, die Attacken hätten seine US-Aktivitäten kurzfristig "praktisch zum Erliegen" gebracht. CE rechnet für das Geschäftsjahr 2001 zwar nach wie vor mit einem Mindestumsatz von 700 Millionen Mark, geht bei der Ebit-Marge (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) jedoch nicht mehr von 1,8 Prozent aus. Das Ebit könne sogar negativ ausfallen, sagte ein Firmensprecher am heutigen Montag. Das Unternehmen erwartet trotz der anhaltenden Konjunkturunsicherheiten ein positives Cashflow und einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen.

Bezüglich des kommenden Geschäftsjahres gibt sich CE zuversichtlich und plant deshalb kurzfristig keinen Personalabbau. Am 13. November wird das Unternehmen vor Börsenbeginn einen ausführlichen Neunmonatsbericht zum laufenden Geschäftsjahr vorlegen.

Die Anleger ließen sich von dem Zukunftsoptimismus des Chip-Brokers jedoch nicht beeindrucken: Das CE-Wertpapier sank am heutigen Montagnachmittag um 11,7 Prozent auf 4,50 Euro.