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CDU: Wir sind für Open Source

06.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Christlich Demokratische Union (CDU) hat ein Papier veröffentlicht, in dem sie ihre offizielle Internet-Strategie darlegt. In "Chancen@Deutschland - Eine Internetstrategie für die Politik" rufen die Cristdemokraten den gesamten öffentlichen Sektor auf, Open-Source-Software zu unterstützen. Sollte ihr Kandidat Edmund Stoiber die Bundestagswahl im September gewinnen, werde man an quelloffener Software und Linux festhalten.

Außerdem plädiert die CDU für Flat-Rates beim Internet-Zugang und Patentrechtsschutz für Software in Kombination mit eingebetteten Prozessoren. Letzteres knüpft sie an zwei Bedingungen: Der Quellcode sollte offen sein und die Patente eine Geltungszeit von fünf Jahren haben. Den Einspruch der deutschen Wettbewerbshüter gegen den Verkauf von sechs Kabelnetzen der Telekom an die US-amerikanische Liberty Media (Computerwoche online berichtete) bezeichnet die CDU in ihrem Papier als Fehler. Der Verkauf der Netze sei notwendig, um Privathaushalte sowie kleine und mittelständische Unternehmen mit alternativen Breitband-Zugängen zu versorgen. (ave)