CC Compunet wird zu Computacenter

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
Anfang 2003 übernahm der britische IT-Infrastrukturdienstleister Computacenter seinen deutschen Wettbewerber GE Compunet. Jetzt gilt die Integration als abgeschlossen.

Hier lesen Sie ...

  • wie sich das ehemalige Systemhaus GE Compunet seit der Übernahme durch Computacenter positioniert;

  • wie sich der Markt für Desktop-Managed-Services, einem wichtigen Standbein von Computacenter, in Deutschland entwickelt;

  • und mit welchen Strategien Computacenter hierzulande weiter wachsen will.

Mit der Übernahme von Compunet durch Computacenter entstand vor 22 Monaten einer der größten herstellerunabhängigen IT-Infrastrukturdienstleister Europas mit 52 Geschäftsstellen in sechs Ländern. In der deutschen Tochter vollzog sich währenddessen ein grundlegender Wandel von einem regionalen zu einem europaweit agierenden Anbieter - angesichts des schwierigen Marktumfelds in Deutschland keine leichte Aufgabe. Im Geschäftsjahr 2003 ging der Umsatz zum dritten Mal in Folge zurück - um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 956 Millionen Euro. "Computacenter war anfangs nicht sehr glücklich über die Entwicklung in Deutschland", resümiert Markus Huber-Graul, Senior Consultant IT-Services bei der Meta Group.

Inzwischen jedoch gibt sich Colin Brown, CEO von Computacenter Deutschland, zuversichtlich. In der ersten Hälfte 2004 habe das Umsatzminus nur noch bei 1,3 Prozent gelegen. Und im zweiten Halbjahr rechnet Brown wieder mit wachsenden Einnahmen, wozu unter anderem die Zusammenlegung der bislang regional aufgestellten Serviceeinheiten zu einem bundesweit agierenden Service-Provider beitragen werde.

Angesichts der sinkenden Margen im Hardwaregeschäft setzt die ehemalige GE-Tochter nicht erst seit der Übernahme auf Services, auf die mittlerweile rund ein Drittel des Umsatzes entfallen. Vor allem Desktop-Managed-Services - die Verwaltung von dezentralen und Client-Server-Systemen, der Rollout von Rechnern sowie das Outsourcing von Teilen der IT-Infrastruktur - habe dem Unternehmen neue Wachstumsfelder eröffnet. In der ersten Hälfte 2004 legten die Einnahmen aus diesem Geschäft um 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu.