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Cast Iron Systems verspricht EAI per Hardware

10.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Enterprise Application Integration oder kurz EAI war bis dato eine reine Softwareangelegenheit. Die im Jahre 2001 gegründete kalifornische Start-up-Firma Cast Iron Systems - vormals Ironhide - tritt mit ihrem "Application Router 1000" an, dies zu ändern. Neuer President und CEO (Chief Executive Officer) von Cast Iron ist übrigens kein Geringerer als Fred Meyer, der frühere Chief Strategy Officer von Tibco. Cast Iron hat außerdem gerade eine Finanzierungsrunde über 8,3 Millionen Dollar unter Führung von Sequoia Capital und Norwest Venture Partners abgeschlossen. Die frischen Mittel sollen in den Ausbau von Vertrieb und Marketing fließen.

Die Geldgeber gehen offensichtlich davon aus, dass die Integration Appliances von Cast Iron im Bereich Integration ähnliches Potenzial haben wie Netzwerk-Router im Netzbereich. Der Application Router 1000 soll in der Lage sein, mehrere Anwendungen unabhängig von Protokollen und Datenformaten zu verbinden. Das Gerät kümmert sich laut Hersteller um die Umwandlung von Protokollen und Daten sowie das regelbasierte Routing der für Business Integration nötigen Informationen. "Reine Softwarelösungen, obwohl angemessen für große, weit reichende Projekte, haben eine lange Lern- und Implementierungskurve, die für viele Einsatzbereiche zu steil ist", glaubt CEO Meyer.

Der Application Router soll die Integration sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch mit dessen Wertschöpfungskette leisten. Frühe Anwender haben das System unter anderem benutzt, um das ihre ERP-Systeme mit Individualsoftware zu verbinden, Standard-Connectivity über Rosettanet oder UCCnet bereitzustellen oder geschäftskritische Datenbanken zu synchronisieren. (tc)