Geschäftsobjekte, Systemdienste und GUI-Klassen

Case Consult bietet Framework für Powerbuilder-Entwickler

06.12.1996

Die Framework-Klassen zur Gestaltung grafischer Oberflächen und diejenigen, mit denen sich die Geschäftslogik modellieren läßt, werden in Object-Foundation-Anwendungen nicht miteinander vermischt. Eine dritte "Partition", wie der Hersteller die Aufteilung bezeichnet, ist den Klassen für das Anwendungs-Management vorbehalten. Neben den "User Components" für die grafischen Teile einer Anwendung existieren auch "Service Components". Sie stellen applikationsunabhängige Dienste bereit. Die Vermittlung zwischen diesen Diensten und den grafischen Elementen übernimmt ein "Service Manager". Dieser "weiß darüber Bescheid", welches Objekt wann welchen Dienst benötigt. Er erzeugt gegebenenfalls Objekte und löscht sie.

Um gleichartige Elemente gruppieren zu können, stellt das Framework Container-Klassen zur Verfügung. Sollen die Elemente gleiches Verhalten aufweisen, zum Beispiel eine Master-Detail-Relation, können sie mit sogenannten Pattern-Komponenten verknüpft werden. Diese sind wiederverwendbar wie jedes Geschäftsobjekt.

Die anwendungsspezifischen Geschäftsobjekte enthalten die Geschäftslogik. Außerdem sorgen sie für die benötigten Datenbanktransaktionen. Object Foundation verfügt über Definitionen und Zuordnungsmöglichkeiten von Tabellenspalten sowie über Features, mit denen sich deren Attribute ändern lassen.

Das Nachfolge-Release 1.2 plant Case Consult bereits für den Januar 1997. Dann soll das Produkt auch Templates, Patterns und Container-Komponenten unterstützen, die mit den Modellierungs- und Design-Tools von Sybase "S Designor" und "App Modeller" erstellt wurden. Eine Variante von Object Foundation soll darüber hinaus in einer nicht näher spezifizierten Zukunft auch mit Objekten und Pattern arbeiten können, die auf Servern verteilt sind. Parallel dazu entwickelt Case Consult "Power CQR", ein Objekt, das den Zugang zu Powerbuilder-Anwendungen sichern soll, ohne daß eine Zeile dafür zu codieren ist. Außerdem sollen künftig Templates unterstützt werden, die mit dem Case-Tool von Rational, "Rose", entwickelt wurden.