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Caldera rutscht tiefer in die roten Zahlen

07.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Linux-Softwareschmiede Caldera trat am gestrigen Donnerstag gleich mit drei schlechten Nachrichten an die Öffentlichkeit: Das in Orem, Utah, ansässige Unternehmen meldete einen deutlich gestiegenen Nettoverlust für sein drittes Fiskalquartal und kündigte Entlassungen sowie einen umgekehrten Aktiensplit an. Im abgelaufenen Berichtszeitraum, der am 31. Juli endete, verzeichnete Caldera ein Nettodefizit von 18,8 Millionen Dollar oder 34 Cent je Aktie. In dem Ergebnis sind die von Santa Cruz Operation (SCO) aufgekauften Geschäftsbereiche enthalten. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 7,5 Millionen Dollar oder 19 Cent pro Anteilschein. Der Umsatz stieg von 1,2 Millionen Dollar im dritten Fiskalquartal 2000 auf 18,9 Millionen Dollar.

Um seine Kosten einzudämmen will Caldera im vierten Geschäftsquartal eine nicht näher genannte Anzahl von Mitarbeitern entlassen. Die Restrukturierung wird die Bilanz belasten. Im vierten Quartal rechnet der Softwareanbieter mit Einnahmen von 15 bis 20 Millionen Dollar und einem operativen Verlust von 20 bis 24 Millionen Dollar.

Seit Ende Juli wird die Caldera-Aktie an der Nasdaq mit einem Wert von unter einem Dollar gehandelt. Um den Titel aufzuwerten und so einem Delisting zu entgehen, hat Calderas Verwaltungsrat nun einem umgekehrten Aktiensplit im Verhältnis 1:6 zugestimmt. Die Aktionäre müssen dem Split noch zustimmen.

Die Anleger reagierten enttäuscht: Das Caldera-Papier sank am gestrigen Donnerstag um zwölf Prozent und notierte zum Börsenschluss bei 44 Cent.