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Caldera meldet unerwartet hohe Verluste

07.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Linux-Softwareanbieter Caldera International hat für sein zweites Fiskalquartal (Ende: 30. April) einen Nettoverlust von 11,7 Millionen Dollar oder 29 Cent pro Anteilschein ausgewiesen. Laut First Call/Thomson hatte die Finanzwelt mit minus 23 Cent je Anteilschein gerechnet. Im Fehlbetrag enthalten ist ein Minus von 4,3 Millionen Dollar aus Investitionen. Ein Jahr zuvor betrug der Verlust 32 Cent, im vorhergehenden Quartal 25 Cent pro Aktie. Den Umsatz konnte Caldera gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 17 Prozent auf 1,6 Millionen Dollar steigern.

Als die Company im März vergangenen Jahres zu Linux-Börsenhochzeiten ihr Going Public absolvierte, wurden ihre Anteile für 14 Dollar gehandelt. Inzwischen ist der Caldera-Kurs auf unter zwei Dollar gefallen. Im vergangenen April hatte das Unternehmen im Zuge der Übernahme des Unix-Server-Softwaregeschäfts von Santa Cruz Operation (SCO) 32 Mitarbeiter oder 17 Prozent der Belegschaft entlassen.

Für das laufende dritte Quartal erwartet Caldera einen Verlust zwischen 14 und 15 Millionen Dollar, davon 1,5 bis zwei Millionen für Restrukturierungsaufwand im Zuge der SCO-Übernahme.