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Cabletron schließt Anfang August

11.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der TK- und Netzwerkausrüster Cabletron hat weitere Details zu seiner geplanten Vierteilung bekannt gegeben. Demnach wird die inzwischen nur noch als Holding für ihre vier teilweise bereits ausgegründeten Töchter Enterasys Networks (Unternehmensnetze), Riverstone Networks (Gigabit-Switches für xSPs), Aprisma (Netz-Management-Software) sowie Global Network Technology Service (Integration) fungierende Firma am 6. August ihr Geschäft schließen. An diesem Tag wird Enterasys unter dem Symbol "ETS" an die New Yorker Börse gehen. Gleichzeitig plant Cabletron, seinen verbleibenden 86-prozentigen Anteil an dem Spin-off Riverstone, das bereits im Februar sein Going Public absolvierte, an seine Aktionäre zu verteilen. Aprisma wiederum soll künftig eine Tochter von Enterasys werden. Global Network Technology stehe zum Verkauf, hieß es.

Cabletron - außer Global Network Technology - mit Cash-Reserven ausstatten: Enterasys erhält 375 Millionen Dollar, Riverstone 120 Millionen Dollar und Aprisma 100 Millionen Dollar. Cabletron-Chef Piyush Patel wird diesen drei Spin-offs künftig als Senior Consultant zur Verfügung stehen. Der Top-Manager hatte die Restrukturierung des 1983 gegründeten Unternehmens bereits im Vorjahr angekündigt. Er verspricht sich für einen in kleinere Teile zerlegten Betrieb bessere Marktchancen. Die jüngste Anfang Juli veröffentlichte Unternehmensbilanz deutet bereits auf einen ersten Erfolg der Strategie hin: Im ersten Fiskalquartal hatten alle vier Cabletron-Töchter zusammengenommen wieder positive Zahlen geschrieben und ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert (Computerwoche online berichtete). Die US-Company war durch Netzwerkkonkurrenten wie Cisco

Systems, 3Com, Avaya, Lucent und Nortel ins Schlingern geraten.