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CA ordnet Geschäftsbereiche neu

06.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um sich besser an den Kundenwünschen auszurichten hat Computer Associates (CA) eine Reorganisation seiner Geschäftsbereiche vorgenommen. "Ein Unternehmen wie CA kann man nicht vom Büro in der Ecke aus leiten", begründete der seit Februar offiziell amtierende CEO John Swainson den Schritt. Vielmehr bedarf es dazu autorisierte Manager mit klar definierten Märkten und Zielen sowie der Befugnis, diesen Vorgaben zu folgen. Durch die Neuordnung zeichneten CA's Bereichschefs nun für alle Aspekte ihrer Sparte verantwortlich, einschließlich Finanzen, Produktentwickung und Innovation, Belegschaft, strategische Planung und Ausführung sowie Kundenzufriedenheit, führte der frühere IBM-Manager aus.

Im Detail ist CA nun in die folgenden fünf Business-Units aufgeteilt:

Den Bereich "Enterprise Systems Management" leitet Alan Nugent. Der frühere Cheftechnologe von Novell ist erst vor wenigen Wochen zu CA gestoßen. Als Senior Vice President und General Manager der Sparte soll sich Nugent insbesondere um CAs "Unicenter"-Lösungen kümmern. Der ehemalige "eTrust"-Verantwortliche Toby Weiss wird General Manager für den Bereich "Security Management", während Chris Broderick weiter für die Business Unit "Storage Management" verantwortlich zeichnet. Der bisherige Chef der Produktentwicklung von Unicenter, Jacob Lamm, übersieht jetzt den Bereich "Business Service Optimization" (BSO). In der Sparte werden Lifecycle- und System-Management-Lösungen zusammengefasst, die den Kunden beim Entwurf von Geschäftsprozessen, bei IT-Governance, IT-Service- sowie Enterprise-Change-Management unterstützen sollen. Um die neu geformten "CA Products Group" kümmert sich Mark Combs. In der Sparte sammelt die Company Produkte, die nicht in die Kernbereiche System- und Security-Management fallen, aber dennoch für Kunden wichtig sind und entsprechend hohe Umsatzbeiträge leisten.

Die fünf Bereichschefs berichten an den CA-Veteran und -Mitbegründer Russell Artzt, dem Ende Januar die Leitung des Produktgeschäfts übertragen worden war.

Zusätzlich zu den bereits vorgenommenen Veränderungen will die Softwareschmiede aus Islandia, New York, den Vertrieb umbauen und mehr Produkte über Channel-Partner oder Systemhäuser verkaufen. Aktuell stammten nur rund zehn Prozent der Einnahmen aus dem indirekten Vertrieb, erklärte Swainson. Der Anteil könnte aber deutlich höher liegen. (mb)