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C&W kann Jahresverlust deutlich verringern

03.06.2004

Der britische Carrier Cable & Wireless (C&W) schöpft wieder Hoffnung. "Vor 18 Monaten wähnte man das Unternehmen noch so gut wie am Ende", erklärte C&W-Chairman Richard Lapthorne. "Heute ist dies nicht mehr der Fall und die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen unterstreicht unseren Glauben an eine blühende Zukunft". Wie das Unternehmen bekannt gab, schrumpfte der Nettoverlust im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 gegenüber dem Vorjahr von 6,5 Milliarden auf 237 Millionen Pfund (rund 355 Millionen Euro). Der Londoner Konzern profitierte dabei insbesondere von dem Ausstieg aus dem defizitären US-Geschäft im Januar 2004 (Computerwoche.de berichtete). Gleichzeitig wurden die Restrukturierungskosten deutlich gesenkt.

Der Umsatz verringerte sich um acht Prozent auf 3,38 Milliarden Pfund (etwa fünf Milliarden Euro). In Großbritannien gelang es C&W jedoch, die Einnahmen mit 1,7 Milliarden Pfund (zirka 2,25 Milliarden Euro) nahezu zu stabilisieren.

Wie das Unternehmen zugleich bekannt gab, will es nach zweijähriger Schrumpfkur nun wieder expandieren. Der Carrier erwirbt dazu von Vivendi Universal für 162 Millionen Euro dessen 55-Prozent-Anteil an Monaco Telecom.

C&W hatte unter der Führung des früheren CEOs Graham Wallace rund neun Milliarden Pfund in den Versuch investiert, sich zu einem globalen Internet-Anbieter aufzuschwingen. Nach dem Zusammenbruch der Branche will sein Nachfolger Francesco Caio den Konzern zu einer Gruppe profitabler nationaler Telcos restrukturieren, vornehmlich mit der Ausrichtung nach Großbritannien und die Karibik. (mb)