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BVB: Brüssel soll Steuern vereinheitlichen

21.09.1999
Zu viele Schranken für elektronischen Handel

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Informations- und Kommunikations-Systeme e.V. (BVB), Willi Berchtold, hat sich für eine europaweit einheitliche Steuerpolitik im Bereich E-Commerce und Internet ausgesprochen. Der Elektronische Handel mache die Grenzen der nationalen Gesetzgebung deutlich. Durch grenzüberschreitende Transaktionen via Internet gehe der deutsche Fiskus allzu oft leer aus. Um allerdings nationale Alleingänge zu verhindern, die einem Ausklinken aus dem Weltmarkt gleichkämen, plädiert Berchtold innerhalb der Europäischen Union für eine europaweite Koordination der Steuergesetze und Wettbewerbsbedingungen in bezug auf E-Commerce. Wörtlich meinte er: "Sicher muß darauf geachtet werden, daß für den elektronischen Handel die gleichen steuerrechtlichen Bedingungen gelten wie für den herkömmlichen Geschäftsverkehr, aber es muß

unter allen Umständen verhindert werden, daß unter diesem Vorwand eine allgemeine Bit-Steuer eingeführt wird. Sie hätte extrem negative Auswirkungen auf den Standort Deutschland."