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Business Objects zerrt Microstrategy vor den Kadi

10.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im seit 2001 schwelenden Rechtsstreit um angebliche Patentverletzungen zwischen den Anbietern von Business-Intelligence-Software Business Objects und Microstrategy kommt es nun doch zu einer Gerichtsverhandlung. In erster Instanz war Business Objects noch mit seiner Klage vor dem Bundesgericht in Kalifornien gescheitert, Microstrategy nutze widerrechtlich Abfragetechnik für den Zugriff (Queries) auf relationale Datenbanken.

Das nationale Berufungsgericht, der United States Court of Appeals for the Federal Circuit, gab jetzt hingegen der Beschwerde Recht. Danach sei die Frage nicht eindeutig geklärt, zumal das per Patent geschützte "Relational Database Access System using semantically dynamic objects" offenbar Raum für Definitionen lässt, was denn nun solch ein System umfasst. So finden sich laut Gericht beispielsweise in der Art, wie eine Query-Engine mit Hilfe einer vordefinierten Abfragesprache Queries erzeugt, durchaus Ähnlichkeiten in den Produkten der Rivalen. Andererseits sei der Ansatz von Microstrategy weiterentwickelt als der im Patent formulierte. Die Verhandlung soll nun im Lauf des Jahres vor dem U.S. District Court for the Northern District of California beginnen. Business Objects hofft auf Entschädigungszahlungen von über 100 Millionen Dollar. (as)