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Bush ruft Hightech- und Bildungsoffensive aus

02.02.2006
Im Rahmen der "American Competitiveness Initiative" sollen in den nächsten zehn Jahren Wissenschaft und Forschung sowie ein besseres Bildungswesen gefördert werden.

In der mittlerweile fünften Rede zur Lage der Nation kündigte US-Präsident George W. Bush ein 136 Milliarden Dollar schweres Programm an, das die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie stärken soll. "Die US-Wirtschaft ist weltweit führend. Wir können es uns jedoch nicht leisten, selbstzufrieden zu sein", sagte er. "In einer dynamischen Weltwirtschaft sehen wir neue Wettbewerber wie China und Indien."

Mit 86 Milliarden Dollar will Bush rund zwei Drittel des Betrags als steuerliche Vergünstigungen für Hightech-Firmen abschreiben. So soll die Wettbewerbsfähigkeit dieser Branchen gefördert werden. Außerdem wird die staatliche Förderung für Grundlagenforschung in Physik und Ingenieurswissenschaften auf 50 Milliarden Dollar verdoppelt. Des weiteren kündigte Bush neue Anstrengungen im Ausbildungsbereich an. Unter anderem sollen 70.000 neue Hochschullehrer für Mathematik und wissenschaftliche Fächer ausgebildet werden. 30.000 weitere Lehrkräfte will Bush aus den Reihen der Mathematiker und Wissenschaftler rekrutieren. "Wir müssen in punkto Talent und Kreativität weltweit führend sein", sagte Bush vor dem US-Kongress. Größter Vorteil der USA sei von jeher die gut ausgebildete, hart arbeitende und engagierte Bevölkerung gewesen - und das solle so bleiben. (mb)