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Bush-Regierung diskutiert Maßnahmen gegen Cyberattacken

23.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Regierung will bis September ein Konzept erstellen, das Abwehrmaßnahmen gegen Angriffe über das Internet regelt. Dabei hat der zuständigen Sicherheitsberater Richard Clarke nicht nur Terrororganisationen wie "Al-Qaida" im Visier, berichtet die US-Zeitung "Washington Post". In einem Interview sagte Clarke, dass sich Hinweise häufen, nach denen Regierungen aus fünf bis sechs Ländern gezielt die Netzwerke amerikanischer Einrichtungen angreifen. Demnach haben Hacker in den Jahren 1999 und 2000 vertrauliche Daten von Rechnern des Pentagons und den Forschungseinrichtungen in Los Alamos und Livermore gestohlen. Nachdem Ermittler die Spur der Hacker zurückverfolgt haben, sei die Regierung des betreffenden Landes auf die Vorfälle hingewiesen worden. Daraufhin

hätten die Hackerattacken aufgehört.

Auch die Entwicklung und Verbreitung des Internet-Wurms "Code Red" schreibt Clarke der Initiative eines feindlichen Staates zu. Wie Gegenmaßnahmen aussehen könnten, verriet der Sicherheitsberater nicht. Experten vermuten, dass unter anderem Forschungsnetzwerke vom Internet abgekoppelt und besonders sicherheitsrelevante Rechner offline geschaltet werden sollen. (lex)