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Bundeswehr verlängert Lizenzen für Aris-Tools

09.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bundeswehr hat ihre Generallizenz mit IDS Scheer über die Nutzung der Aris-Tools bis zum Jahr 2008 verlängert. Darüber hinaus haben die IT-Verantwortlichen der Bundeswehr ihr Prozess-Management mit den Komponenten "Aris for Netweaver" und "Aris PPM", einem Werkzeug zur kontinuierlichen Überwachung der Geschäftsprozesse, erweitert.

Die Bundeswehr bemüht sich zurzeit, ihre interne Organisation und die eigene IT-Infrastruktur zu modernisieren. Dazu soll an rund 700 Standorten im In- und Ausland Standardsoftware von SAP eingeführt werden. Im Rahmen dieses Projektes arbeitet die Bundeswehr bereits seit einigen Jahren mit IDS Scheer zusammen. So ist das Saarbrücker Unternehmen auch mit der Implementierung der logistischen Geschäftsprozesse auf Basis der SAP Standardsoftware betraut. Ziel des Projektes sind transparente und optimierte Prozesse, kürzere Durchlaufzeiten sowie geringere Kosten für Betrieb und Wartung der IT-Systeme.

Bislang hatten die IT-Verantwortlichen der Bundeswehr jedoch kein glückliches Händchen mit ihren IT-Vorhaben. So musste beispielsweise das Projekt "Herkules" zur Modernisierung und Vereinheitlichung der Telekommunikationsstrukturen mehrmals verschoben werden. Aktuell laufen Verhandlungen mit einem Konsortium aus Siemens und IBM über die Realisierung des über sechs Milliarden Euro teuren Vorhabens. Seit 1999 wird über Herkules diskutiert.

Die Verzögerungen im Zusammenhang mit Herkules wirken sich auch auf das SAP-Projekt aus. So ist zu vermuten, dass die Einführung der neuen Standardsoftware ebenfalls dem ursprünglichen Zeitplan hinterherhinkt. Dazu passt die Verlängerung der Lizenzen für die Aris-Tools. Wie viel Geld sich die Bundeswehr-Verantwortlichen die Prozess-Management-Werkzeuge kosten lassen, wollten sie nicht verraten. (ba)