Bundesregierung für Senkung der International-Roaming-Gebühren

24.11.2006
Die Bundesregierung macht sich für eine Senkung der Gebühren für die Durchleitung von Mobilfunk-Gesprächen in andere Länder stark.

Bereits seit Anfang des Jahres stört sich die Europäische Kommission an den überdurchschnittlich hohen Gesprächsgebühren, die bei Anrufen aus dem Ausland anfallen. Die Bundesregierung unterstützt die Pläne der Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, die Durchleitungspreise für International Roaming per EU-Verordnung zu kappen und hat dementsprechend den Wunsch der britischen Unterhändler abgelehnt, die Preissenkung zu verschieben.

Die Bundesregierung verschärft Redings Plan sogar: nicht nur die Roaming-Gebühren sollen von 1 bis 3 Euro auf 60 Cent sinken, die Mobilfunkkonzerne sollen außerdem zusätzliche Tarife anbieten, etwa eine Flatrate für bestimmte Länder oder einen Zeitraum oder eine Abrechnung der Datenmenge (Volumentarif). Das würde die Kunden, die im Ausland telefonieren, noch weniger kosten, als der Standardtarif.

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