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"Bubbleboy"-Virus gefährlicher als Melissa?

10.11.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein neu entdeckter Computervirus-Typ, der durch E-Mail verbreitet wird, kann nur durch das Öffnen der Nachricht aktiviert werden. Betroffen sind PCs, auf denen Microsofts "Internet Explorer 5.0" und die Mail-Programme "Outlook" oder "Outlook Express" installiert sind. Der auf "Bubbleboy" getaufte neue Schädling wurde anonym an die Antiviren-Spezialisten von Network Associates geschickt. Er enthält keine destruktiven Elemente, ändert jedoch den registrierten Computer-Nutzernamen in "Bubbleboy" und den registrierten Firmennamen auf "Vandalay Industries". Bubbleboy hat nach Ansicht der Virenexperten von Network Associates das Potential, sich erstaunlich schnell zu verbreiten und E-Mail-Server in ähnlicher Weise zu befallen wie zuvor das Melissa-Virus. Für den Augenblick können sich Anwender vor dem potentiellen Virus schützen, indem sie ihre Internet-Explorer-Sicherheitseinstellungen

auf "hoch" setzen. Firmen mit E-Mail-Inhaltsfiltern können vorerst den Empfang von Nachrichten, die das Wort "Bubbleboy" enthalten, ablehnen. Die Antiviren-Firmen basteln derzeit an entsprechenden Upgrades zu ihren Sicherheitslösungen.