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Broadcom übertrifft die Erwartungen

18.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Chiphersteller Broadcom hat in seinem ersten Geschäftsquartal einen geringeren Verlust ausgewiesen, als von Analysten erwartet wurde. Das Pro-Forma-Ergebnis liegt bei minus 12,9 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie. Die Wallstreet hatte nach einer Umfrage von First Call/Thomson Financial im Durchschnitt mit einem Defizit von zehn Cent pro Anteilschein gerechnet. Der Nettoverlust des kalifornischen Unternehmens beläuft sich auf 166,1 Millionen Dollar oder 63 Cent je Aktie und ist damit gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum deutlich gesunken. Damals verbuchte Broadcom noch ein Minus von 356,9 Millionen Dollar oder 1,43 Dollar pro Anteilschein. Der Umsatz des Herstellers fiel um 23 Prozent auf 238,8 Millionen Dollar, übertraf die Prognosen der Analysten jedoch um knapp zwei Millionen Dollar.

Für das besser als erwartete Ergebnis machte Broadcom-Chef Henry Nicholas die "starke Leistung" der Netzwerk- und Server-Works-Geschäftsbereiche verantwortlich. Für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von rund fünf Prozent. Im dritten Quartal sollen die Einnahmen im unteren zweistelligen Prozentbereich zulegen. In diesen Prognosen sind die Effekte des Anbieters Mobilink Telecom, den Broadcom übernehmen wird, nicht eingerechnet. (ka)