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Britische Zentralbank: Telecoms gefährden Finanzmärkte

15.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Bank of England hat davor gewarnt, dass die aufgehäuften Schulden der europäischen und amerikanischen Telekommunikationsunternehmen die Stabilität der weltweiten Finanzmärkte gefährden könnten. Im kommenden Jahr müssen Darlehen in Höhe von zirka 250 Milliarden Dollar von TK-Gesellschaften zurückgezahlt werden. Die britische Zentralbank geht nun davon aus, dass viele der Unternehmen erneut Kredite zu schlechteren Konditionen aufnehmen werden und sich die Bezahlung der Schulden somit in die Länge zieht. Wie es in dem Halbjahresbericht zur Stabilität der Finanzmärkte heißt, wurde ein Großteil der Anleihen von europäischen TK-Unternehmen getätigt um Akquisitionen oder Firmenzusammenschlüsse sowie Gebühren für UMTS-Lizenzen zu finanzieren. Allein die Lizenzen der dritten Generation hätten die TK-Gesellschaften rund 92 Milliarden Dollar gekostet. Für den Ausbau der Infrastruktur für die UMTS-Netze rechnet die Bank mit einem ähnlich hohen Betrag.