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Britische Behörden drücken Microsofts Lizenzpreise

01.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Durch harte Verhandlungen mit Microsoft und anderen Software-Zulieferern sparen britische Regierungsbehörden eigenen Angaben zufolge rund 186 Millionen Dollar innerhalb der nächsten drei Jahre. Der Anstoß für die aktuellen Kostensenkungspläne kam bereits im August 2002, berichtet das britische Public Accounts Committee, als Microsoft seine umstrittenen neuen Lizenzbedingungen ankündigte. Diese hätten das Budget der Regierungsbehörden mit 112 Millionen Dollar pro Jahr zusätzlich belastet. Die Regierungsstelle Office of Government Commerce nahm in der Folge Verhandlungen mit Microsoft auf und kündigte zugleich an, den Einsatz von Open-Source-Software auf Desktop-Rechnern in der öffentlichen Verwaltung zu prüfen. Auf Servern setzen etliche britische Behörden schon seit längerem das Open-Source-Betriebssystem Linux ein. Die Strategie der Beamten ging

offenbar auf. Obwohl die Verhandlungen mit Microsoft schwierig gewesen seien, habe der Softwarekonzern finanzielle Zugeständnisse gemacht. Für dieses Jahr sei zudem mit weiteren Rabatten zu rechnen. (wh)