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Brand in Pekinger Internet-Café kein Unfall

21.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bei dem Feuer, das vergangene Woche in einem Internet-Café in der chinesischen Hauptstadt ausgebrochen war und 24 Menschenleben forderte, handelt es sich allem Anschein nach um Brandstiftung (Computerwoche online berichtete). Die Polizei hat mittlerweile zwei Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren festgenommen, die unter dem Verdacht stehen, das Feuer gelegt zu haben.

Nach Mitteilungen der Stadt dürfte es sich um einen Racheakt gehandelt haben: Den beiden mutmaßlichen Tätern sei zuvor der Zugang zu dem Cyber-Café "Lanjisu" verwehrt worden. Sie hätten das Lokal mit Benzin in Brand gesteckt, weil sie dort nicht spielen durften, soll einer der beiden Jungen im Laufe der Vernehmungen zugegeben haben. Der Ältere der beiden Teenager muss sich nach Angaben eines Anwalts eventuell wegen Brandstiftung und Mordes vor Gericht verantworten, während dem Jüngeren möglicherweise die Einweisung in ein Erziehungsheim droht. Bei dem Feuer handelte es laut der chinesischen Nachrichtenagentur "Xinhua" um Pekings schlimmste Brandkatastrophe seit 50 Jahren. (kf)