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Branchengrößen planen Rechte-Management für mobile Geräte

02.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel, Nokia, Samsung und Matsushita wollen gemeinsam ein DRM-System (Digital Rights Management) für mobile Geräte entwickeln. Das ursprünglich von Nokia initiierte "Project Hudson" greift auf von der OMA (Open Mobile Alliance) bereitgestellte Spezifikationen zurück, berichtet das "Wall Street Journal".

Während viele Handy-Nutzer bereits Klingeltöne und Spiele auf ihre Geräte laden, existiert kaum ein entsprechendes Geschäft mit Musik- oder Videodaten. Ein Grund sei die Angst vieler Anbieter, Urheberrechte zu verletzen, heißt es bei den Herstellern. Abhilfe schaffen soll die Lösung "Content Management License Administrator" (CMLA), die auf dem "OMA DRM 2.0 Enabler Release" basiert. Nach Angaben der Hersteller ist es auf Handy-Netze ausgelegt, kann aber um Unterstützung für andere drahtlose Übertragungstechniken wie WLAN (Wireless LAN 802.11) erweitert werden.

Laut Experten ist noch unklar, ob CMLA zu anderen DRM-Techniken wie Microsofts "Windows Media" kompatibel ist. Interoperabilität sei jedoch unabdingbar für die Verbreitung und Nutzung von DRM-Systemen, sagte Jason Reindorp, Group Manager der Windows Media Abteilung bei Microsoft. Woran sich ein Standard zu orientieren habe, ist nach Meinung des Microsoft-Managers klar. Demnach arbeiten die wichtigsten Plattenfirmen und Filmstudios sowie mehr als 50 Content-Anbieter im Web bereits mit Windows-Media-Technik. (lex)