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Brain zieht Bilanz

21.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der in einem Insolvenzverfahren befindliche Softwareanbieter Brain International AG hat die Zahlen für das erste Halbjahr 2002 veröffentlicht. Demnach wurde das Umsatzziel im zweiten Quartal mit Einnahmen in Höhe von 21,4 Millionen Euro um 30 Prozent unterschritten. Im gesamten Berichtszeitraum sank der Umsatz des Breisacher Unternehmens von 53,8 Millionen Euro in der Vorjahresperiode auf 46,1 Millionen Euro und lag damit rund 15 Prozent unter der Prognose. Der Verlust vor Steuern und Zinsen kletterte gleichzeitig von 2,3 Millionen auf 20,6 Millionen Euro, 16,6 Millionen Euro davon wurden im zweiten Quartal verbucht. Unter dem Strich wies das Softwarehaus für die Monate Januar bis Juni nach einem Nettominus von 5,3 Millionen Euro im Vorjahr ein Defizit von 24,6 Millionen Euro aus. Da diesem Betrag nur ein Eigenkapital von 20,4 Millionen Euro entgegenstand, war Brain zur Jahresmitte überschuldet und

musste am 5. Juli Insolvenz beantragen. Ende Juni beschäftigte das Unternehmen noch 830 Mitarbeiter. Nach eigenen Angaben führt der Brain-Vorstand zusammen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter die Geschäfte weiter, erarbeitet ein Sanierungskonzept und verhandelt mit potenziellen Investoren. (mb)