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Brain stellt Insolvenzantrag

08.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer Adhoc-Mitteilung vom vergangenen Freitag zufolge hat der Vorstand der Brain International AG beim Amtsgericht Freiburg Antrag auf ein vorläufiges Insolvenzverfahren für die AG selbst sowie ihre beiden Töchter Brain Automotive Solutions GmbH und Brain Industries Solutions GmbH gestellt. Dem laut Lünendonk-Liste elftgrößten deutschen Standardsoftware-Anbieter drohe "nach eingehender Prüfung der Geschäfts- und Finanzlage die Zahlungsunfähigkeit", heißt es weiter. Erhebliche Umsatzeinbrüche im zweiten Quartal vor allem in Deutschland hätten zu dieser Situation geführt.

Das Unternehmen führe Verhandlungen mit möglichen Investoren (Computerwoche online berichtete) konsequent fort, so Brain. Ziel sei die Fortführung der Unternehmens und die Einleitung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen. Vor allem in den USA verlaufe das Geschäft weiterhin positiv. (tc)