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Brain Force bestätigt Vorabzahlen

29.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die österreichische Brain Force Holding AG hat ihre vorläufigen Ergebnisse für das erste Halbjahr 2005 bestätigt. Demnach steigerte der Wiener Software- und Serviceanbieter seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Jahresvergleich von 31,8 Millionen auf 33,9 Millionen Euro. Der Profit vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte wegen geringerer aktivierter Eigenleistungen und steigender Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 von einer Million auf 842.000 Euro. Der Nettoüberschuss lag nach vorläufigen Berechnungen mit 315.000 Euro dagegen nur leicht unter dem Vorjahresniveau (337.000 Euro).

Für das Gesamtjahr 2005 geht der Brain-Force-Vorstand weiterhin von einem Gewinn in Höhe von 19 Cent je Aktie aus, die jüngsten Übernahmen noch nicht berücksichtigt. Eine aktualisierte Schätzung will das Management spätestens im Rahmen der Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt geben.

Die Österreicher hatten mit Wirkung zum 1. August VAI BV übernommen, einen niederländischen Hersteller von Lösungen für ein zentralisiertes IT-Management. Gleichzeitig verstärkte sich Brain Force in Italien mit dem Erwerb des ERP-Systemhaus Indis (siehe hierzu: "Brain Force kauft in den Niederlanden und Italien zu"). Zusammen mit der Ablösung des Anbieters FJH bei der Pflege des Bestandsführungssystems der BHW Leben in Hameln (Computerwoche.de berichtete) werden die Transaktionen den Umsatz in diesem Jahr um voraussichtlich 5,2 Millionen Euro ansteigen lassen, prognostizierte Brain Force Ende Juni. Den Zuwachs beim operativen Gewinn (Ebitda) schätzte das Unternehmen damals auf 2,2 Millionen Euro.

Nach diesen Akquisitionen sehen sich die Österreicher finanziell noch ausreichend ausgestattet, um in die Internationalisierung zu investieren. Auch der Spielraum für weitere Übernahmen sei noch nicht ausgeschöpft, heißt es im Ausblick. (mb)