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Borland meldet Quartals- und Jahresverlust

30.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf Entwicklungs-Tools spezialisierte US-Softwarefirma Borland ist im vierten Quartal und Fiskaljahr in die roten Zahlen gerutscht - und das trotz 20 respektive zehn Prozent Umsatzwachstum. Grund waren vielmehr Einmaleffekte durch unter anderem Restrukturierung und Wertberichtigungen in Höhe von 11,5 beziehungsweise 50,8 Millionen Dollar.

Borland hatte im zweiten Halbjahr 2003 in zwei Runden 225 Stellen gestrichen, sieben Prozent verließen die Firma im vierten Quartal. Außerdem wurde mit Matt Thompson ein neuer Senior Vice President for World Wide Sales bestellt, und auch die für die Regionen Eastern US, America sowie Japan zuständigen Vertriebsverantwortlichen wurden ausgetauscht. Die Effekte dieser Maßnahmen müssen sich laut CEO Dale Fuller aber erst noch bemerkbar machen. Er fühle sich aber mit Blick auf 2004 "optimistischer als jemals zuvor", so Fuller.

Für das Ende Dezember abgeschlossene Vierteljahr weist Borland einen Nettoverlust von 5,6 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie aus im Vergleich zu 3,1 Millionen Dollar oder vier Cent je Anteilschein Profit im Vorjahreszeitraum. Der Quartalsumsatz betrug 74 Millionen Dollar. Für das Fiskaljahr 2003 ergibt sich auf Basis von Einnahmen in Höhe von 295,2 Millionen Dollar ein Fehlbetrag von 40,5 Millionen Dollar oder 51 Cent pro Aktie nach 17,3 Millionen Dollar oder 23 Cent je Anteilschein Gewinn für 2002. (tc)