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Borland-CEO tritt nach Ergebniswarnung zurück

08.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach der Bekanntgabe schlechter Nachrichten ist der Kurs der Borland-Aktie am gestrigen Donnerstag im nachbörslichen Handel um zehn Prozent auf 6,03 Dollar gesunken. Der US-amerikanische Softwareanbieter gab bekannt, dass Dale Fuller von seinem Posten als CEO und President zurückgetreten sei. Bis ein endgültiger Nachfolger für Fuller gefunden ist, soll der für das Tagesgeschäft verantwortliche COO Scott Arnold dessen Aufgaben übernehmen. Ein Grund für den Rücktritt wurde nicht genannt.

Es spricht jedoch einiges dafür, dass Fullers Ausscheiden mit dem erneut schwachen Abschneiden im zweiten Quartal zu tun hat: Borland warnte nun davor, dass der Nettoverlust mit 24 bis 26 Cent je Anteil höher als erwartet ausfallen wird. Zuvor hatte das Unternehmen aus Scotts Valley, Kalifornien, mit einem Minus zwischen 19 und 21 Cent pro Aktie gerechnet. Außerdem geht Borland davon aus, auch vor Sondereffekten mit einem Verlust von ein bis drei Cent je Anteilschein roten Zahlen zu schreiben. Bislang hatten die Kalifornier auf Pro-forma-Basis ein ausgeglichenes bis leicht positives Ergebnis von zwei Cent je Aktie erwartet.

Die Umsatzprognose reduzierte Borland auf 65 bis 67 Millionen Dollar. Als Grund für das Verfehlen der ursprünglich angepeilten Einnahmen von 70 bis 73 Millionen Dollar nannte der Softwareanbieter die anhaltende Investitionszurückhaltung, vor allem in Europa. Zudem hätte sich dort auch der gesunkene Euro-Kurs bemerkbar gemacht. (mb)