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Bonusplan verspricht fürstliche Prämien für Google-Manager

21.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Den meisten Topmanagern von Google winkt im laufenden Jahr eine Prämie von bis zu drei Millionen Dollar pro Kopf. Wie aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hat der Verwaltungsrat des US-Suchmaschinenbetreibers ein entsprechendes

Bonusprogramm für 2005 aufgelegt. Ausdrücklich davon ausgeschlossen sind unter den Führungskräften der Company lediglich die beiden Firmengründer Sergey Brin und Larry Page sowie CEO Eric Schmidt. Ansonsten hat das Board Stillschweigen darüber vereinbart, welche Manager von dem Prämiensystem profitieren. Die Höhe des jeweiligen Bonus wird durch verschiedene Faktoren, darunter Basisgehalt und im Vorfeld festgelegte Zielmarken berechnet. Außerdem werden die individuelle Leistung des Managers sowie das Abschneiden des Unternehmens selbst gewertet. Die Auszahlung erfolgt im Februar nächsten Jahres.

Schon jetzt hat eine Reihe von Google-Altaktionären ordentlich Kasse gemacht: Wie aus einer weiteren Pflichtmitteilung des Unternehmens an die SEC hervorgeht, haben Mitarbeiter, Manager und beteiligte Venture-Capital-Firmen den Ablauf der letzten Haltefrist (Lock-up-Period) am 14. Februar genutzt (Computerwoche berichtete), um insgesamt 177 Millionen Google-Aktien zu versilbern.

Größter Einzelverkäufer war John Doerr von der Risikokopital-Gesellschaft Kleiner Perkins, der Aktien im Wert von knapp vier Milliarden Dollar am Markt platzierte. Mitbegründer Page verkaufte zwischen Montag und Donnerstag rund 400.000 Aktien und erlöste damit 75 Millionen Dollar. (mb)