CIO des Jahres

CIO des Jahres 2020 – Mittelstand – Platz 2

Bofrost-CIO Barbulescu modernisiert gesamte IT-Landschaft

26.11.2020
Von 
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.
Mit intensiver Kommunikationsarbeit und erfolgreicher IT-Restrukturierung hat CIO Catalin Barbulescu drei Jahre nach seinem Einstieg auch seine ärgsten Kritiker überzeugt.
Catalin Barbulescu hat als CIO die IT von Bofrost runderneuert und die Basis dafür geschaffen, dass die Verkaufsfahrer die Kunden gezielter und schneller beliefern können.
Catalin Barbulescu hat als CIO die IT von Bofrost runderneuert und die Basis dafür geschaffen, dass die Verkaufsfahrer die Kunden gezielter und schneller beliefern können.
Foto: Bofrost

Der Direktvertrieb des Tiefkühlproduzenten Bofrost wurde in den vergangenen Jahren immer aufwendiger: Viele Menschen sind schwerer zuhause erreichbar. An Service, Belieferung und Lieferzeit stellen Kunden höhere Ansprüche. Die über 3.000 Verkaufsfahrer in Deutschland mussten teilweise weite Strecken zurücklegen.

Über ein Multifunktionsgerät sollten die Verkaufsfahrer darum mehr Informationen über Kaufgewohnheiten ihrer Kunden erhalten und so einen individuelleren Service anbieten. Die Bearbeitung sollte durch das einfach zu bedienende Gerät schneller gehen. "Diese Ziele waren bei meinem Einstieg ins Unternehmen vor drei Jahren nicht neu", blickt CIO Catalin Barbulescu zurück. Ihm wurde klar, dass die gesamte IT-Landschaft modernisiert werden müsse - von der IT-Organisationsstruktur über die Zielarchitektur bis zum Business Alignment.

Das Credo des CIO:

  • Best-of-Breed-Ansatz auf Domain-Ebene

  • Mapping der IT-Delivery-Teams zur IT-Domäne

  • Cloud-Technologie als Basis für weitere digitale Projekte

  • Selbstumsetzen in USP-Prozessen (Unique-Selling- Proposition) und Zukaufen in Standardprozessen

Weitere Themen der IT-Agenda: CRM, Omnichannel-Lösungen, Warenwirtschaft, Lagerverwaltung, Tourenplanung, E-Commerce oder eine Kundenapp. Zunächst galt es, sich auf ein Zielbild der IT-Architektur zu verständigen. "In den ersten Monaten spürte ich durchaus Widerstand in den Townhall-Meetings", räumt der IT-Chef ein. Geschafft hat Barbulescu den Wandel schließlich dank großem Zeiteinsatz, Engagement und persönlicher Ansprache. Er war bestrebt, das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen.

Zudem rekrutierte er Fach- und Führungskräfte, die wichtiges Know-how in das Unternehmen brachten. Die neuen Mitarbeiter verteilte er bewusst über alle Felder der IT, um deren Impulse mit der bestehenden Expertise zusammenzubringen. "Ohne die gute Zusammenarbeit im IT-Team und die Unterstützung der Fachbereiche wäre eine solche Transformation nicht möglich", bedankt sich Barbulescu.

Kunden bestellen mehr und öfter

Heute freut sich Bofrost über eine runderneuerte IT, erst recht in Pandemie-Zeiten. Bestands- wie Neukunden bestellen aktuell pro Besuch mehr und öfter. Besonders hoch fiel der Anstieg im E-Commerce- und Telemarketing aus. "Viele Kunden werden auch weiter den Gang in den Supermarkt scheuen und sich auf eine Versorgung durch Lieferdienste verlassen," so der CIO. "Mit Vorbestellungen im Onlineshop, der Vernetzung mit der Telefonie und dem modernen Endgerät sind unsere Verkaufsfahrer bestens gerüstet, um ihre Kunden kontakt- und bargeldlos zu beliefern."

Marktführer Bofrost

Das 1966 gegründete Familienunternehmen mit Hauptsitz in Straelen am Niederrhein ist heute mit 246 Niederlassungen in 12 europäischen Ländern der europäische Marktführer im Direktvertrieb von Eis- und Tiefkühlspezialitäten.