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Bodacion wettet mit Hackern um 100.000 Dollar

04.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der amerikanische Hersteller Bodacion Technologies hält seinen neu entwickelten Web-Server "Hydra" für unangreifbar. Auf seiner Homepage bietet der Anbieter demjenigen 100.000 Dollar, der es schafft, sich unbefugten Zugang zum Server zu verschaffen.

Web-Server werden nach Ansicht des Bodacion-Gründer Eric Hauk typischerweise über Schwächen im Betriebssystem gehackt. Deswegen greift Hydra nicht auf Funktionen von Windows, Unix etc. zurück, sondern sitzt als Embedded System abgeschottet auf dem Rechner, so der Hersteller. Als Schnittstelle zum Rechner dient Java oder das von Bodacion entwickelte "Genesis Development Toolkit".

Die Datenübertragung zwischen Hydra und dem Server wird dynamisch mit verschiedenen mathematischen Methoden verschlüsselt. Diese Methoden basieren auf so genannten biomorphischen Algorithmen, die ihre Wurzeln in der Chaostheorie haben, so Hauk. Für jede Datenübertragung wird demnach eine Serie verschlüsselter Session-Pakete erzeugt, die der Hersteller "Bodacions" nennt. Um den Server zu hacken, müsse man diese Serien entschlüsseln.

Wer die 100.000 Dollar ergattern will, muss sich auf der Website des Herstellers registrieren und bekommt dann von einer Serie von 1000 Bodacions die ersten 999 zur Verfügung gestellt. Es gilt, das tausendste Paket zu knacken. Die gesamte Serie ermöglicht den Zugang zum Server. Das Geld will Bodacion nur demjenigen zahlen, der darlegen kann, wie er das Ziel erreicht hat. (lex)