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BMW Oracle Racing setzt auf PTC-Software

30.03.2006
Das Rennboot, mit dem Oracle-Chef Larry Ellison den America's Cup 2007 gewinnen will, wurde mit "Pro/Engineer" konstruiert.
Mit dem Modell der Jacht (von links): Design-Koordinator Ian Burns, BMW-Vorstand Michael Ganal, BMW-Oracle-Racing-CEO Chris Dickson sowie Raymond Freymann, Geschäftsführer BMW Group Forschung und Technik.
Mit dem Modell der Jacht (von links): Design-Koordinator Ian Burns, BMW-Vorstand Michael Ganal, BMW-Oracle-Racing-CEO Chris Dickson sowie Raymond Freymann, Geschäftsführer BMW Group Forschung und Technik.

Am vergangenen Montagabend erhielt die Jacht "USA 87" von BMW Oracle Racing ihre Schiffstaufe. Um eine möglichst leichte, aber robuste Konstruktion zu erreichen, kam die Softwarelösung "Pro/Engineer" zum Einsatz, so deren Anbieter, die Parametric Technology Corp. (PTC). Das unter US-Flagge segelnde Team BMW Oracle Racing ist derzeit Erstplatzierter im Louis Vuitton Cup 2007. Hier wird ermittelt, wer im Juni 2007 beim 32. America's Cup gegen das Team des Schweizer Titelverteidigers Alinghi antreten dürfen.

Die Entwicklungs- und Konstruktionsarbeiten zogen sich über mehrere Jahre hin. Laut PTC nutzte das 40-köpfige Team das Produktentwicklungssystem Pro/Engineer von der Entwicklung der Rumpf- und Kielform bis hin zur Konstruktion der Strukturkomponenten für den Mast. Die Software bietet Funktionen für Strukturanalysen sowie Schnittstellen zu externen Analysewerkzeugen. Dazu Raymond Freymann, Direktor für Forschung und Technologie bei der BMW Group: "Die Optimierung des Bootsaufbaus ist entscheidend für die Gesamtkonstruktion der Jacht. Die detaillierten Konstruktionsmodelle, die mit Pro/Engineer erzeugt werden, liefern unseren Analyse-Tools und Leichtbau-Spezialanwendungen eine äußerst präzise Berechnungsgrundlage."

Seit 1999 stellt PTC dem Team von BMW Oracle Racing seine Produktentwicklungssoftware zur Verfügung; 2004 wurde die Partnerschaft erneuert. Wie Ian Burns, Design-Koordinator des Teams, beteuert, hat die PTC-Software seinen Leuten geholfen, "Entwicklungsprozesse, die bisher aufwändig und manuell vorgenommen werden mussten, von zwei bis drei Wochen auf wenige Minuten zu verkürzen". Gleichzeitig habe sich die Gefahr von Fehlern durch menschliches Versagen ausschließen lassen: "Wir können uns ganz auf die nachgeordneten Detaildaten verlassen, die vom automatisierten Pro/Engineer-Prozess ausgegeben werden." (qua)