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BMG testet neuen CD-Kopierschutz

31.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine neue Technik für die Produktion kopiergeschützter CDs will BMG testen. Dazu hat das Musikunternehmen einen Vertrag mit Sunncomm geschlossen, dessen Sicherheitstechnik "MediaCloQ" das Entfernen des Kopierschutzes und das anschließende Überspielen eines CD-Inhalts auf die Festplatte verhindern soll.

BMG probiere die Methode derzeit noch aus. Ob und wann sie implementiert werden soll, stehe noch nicht fest.

Alle großen Plattenlabels testen derzeit Verfahren, um das Kopieren von CDs und die Umwandlung in das MP3-Format zu verhindern. Die Erfolge sind indes kläglich. Ein Versuch von BMG hierzulande, bei dem die Bertelsmann-Tochter eine Technik der israelischen Firma Midbar verwendete, scheiterte, nachdem CD-Käufer sich beklagten, weil die rechtmäßig erworbenen Scheiben auf ihrem CD-Spieler nicht spielbar waren. In einem anderen Fall tauchten Inhalte kopiergeschützter Scheiben trotz Schutzmaßnahmen im Web auf.

Von der neuen Sunncomm-Technik erhofft man sich mehr. Der MediaCloQ-Schutz werde bereits während des Herstellungsprozesses - beim Codieren - implementiert. Der Inhalt sei dann nicht mehr sichtbar. "Und man kann nicht rippen, was man nicht sehen kann", meint Sunncomm.