BMC: Gut ist nicht genug

09.02.2007
Die Softwerker werden für ihre verhaltene Prognose kritisiert.

Mit dem Wort "solide" lässt sich der Geschäftsverlauf von BMC in der jüngeren Vergangenheit vermutlich am besten beschreiben. Solide sollten wohl auch die Prognosen für das laufende Quartal sowie das Fiskaljahr werden: Zwar setzte das Softwarehaus seine finanziellen Ziele leicht herauf, doch hatten sich die Investoren mehr versprochen. In gewisser Weise war BMC selbst schuld daran, denn die Ergebnisse des zuletzt abgeschlossenen Berichtszeitraums waren besser als erwartet ausgefallen, so dass die Anleger insgeheim einen optimistischeren Ausblick erwartet hatten. Als Folge gab der Kurs der BMC-Aktie im frühen Handel sieben Prozent nach. Investoren werden es verschmerzen können, denn das Papier hatte in der Vorwoche nach einer regelrechten Rallye im zweiten Halbjahr 2006 ein Mehrjahreshoch erklommen.

In BMCs drittem Quartal fiel positiv auf, dass die Lizenzeinnahmen um 15 Prozent auf 155 Millionen Dollar zulegen konnten. Demgegenüber wuchsen die Wartungserlöse nur um vier Prozent auf 233,3 Millionen Dollar. Summa summarum setzte BMC knapp 413 Millionen Dollar um, neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn weitete sich von 49 Millionen auf 64 Millionen Dollar aus. Über und unter dem Strich konnten die Ziele übertroffen werden. Die operative Marge sprang um sechs Punkte auf 25 Prozent. Vor vier Jahren hatte BMC Margen von drei Prozent vorweisen können. (ajf)