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Blockiert die EU die geplante AOL/TimeWarner-Fusion?

01.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Europäische Kommission ist offenbar nicht gewillt, den geplanten Merger zwischen AOL und Time Warner vorbehaltlos zu akzeptieren. Wenn Brüssel den Zusammenschluss nicht vollständig blockiert, müssen die beteiligten Konzerne zumindest mit einschneidenden Auflagen rechnen. Dies geht aus einem Bericht der Brüsseler Wettbewerbshüter hervor, von dem nun einige Details bekannt wurden. Die EU-Kommission befürchtet, dass eine Fusion zwischen AOL und Time Warner eine zu große Dominanz im Bereich Internet-Content bedeuten würde. Die Bedrohung verschärft sich noch, da Time Warner in einer zweiten Transaktion auch den Musikkonzern EMI übernehmen will. Der neu entstandene Megakonzern könnte dann sowohl die Distribution von Musik und Filmen als auch die Internet-Märkte für Fernsehen und Unterhaltung

dominieren. Die Beratungen zwischen der EU-Kommission und den beteiligten Unternehmen über die Fusionspläne sind für die kommende Woche angesetzt.